Ida Rolf

Ida Rolf wurde 1896 in New York geboren und widmete ihr Leben der Erforschung der Struktur des menschlichen Körpers. Im Jahr 1920 promovierte Ida Rolf in Biochemie an der Columbia University. Sie erwarb so als eine der ersten Frauen überhaupt einen Doktortitel.

In den darauffolgenden Jahren arbeitete Sie am renommierten Rockefeller Institute for Medical Research als Professorin.

Anfang der 1970er Jahre versuchte Ida Rolf Antworten auf die gesundheitlichen Fragen ihrer Freunde und Familie zu finden. Sie erkannte die Grenzen der klassischen Medizin und wandte sich so einer breiten Palette an alternativen Ansätzen zu – angefangen von der Chiropraktik bis hin zu geistigen Praktiken einschließlich Yoga und Korzybskis Bewusstseinsstudien.

Im Zuge Ihrer intensiven ganzheitlichen Studien entwickelte sie schließlich das Konzept der Strukturellen Integration. Als Pionierin hat Ida Rolf bereits Jahre bevor Faszien in den Mittelpunkt der medizinischen Forschung gerieten, die Bedeutung von elastischem Bindegewebe erkannt. Als Stützgewebe unseres Körpers haben Faszien in Kombination mit der Schwerkraft entscheidenden Einfluss auf unsere Haltung.

Bei ihrem Bestreben, so viele Menschen wie möglich in die Strukturelle Integration einzuführen, reiste sie durch die ganze Welt. Sie hatte nicht nur den Wunsch, ihren Mitmenschen zu helfen, sondern gleichzeitig auch ihr Wissen und ihr Lebenswerk an zukünftige Generationen weiterzugeben. So widmete Ida Rolf den Rest ihres Lebens der Weitergabe der Methode, die später einmal nach ihr benannt werden sollte. Die Strukturelle Integration wurde weltweit unter der Bezeichnung „Rolfing“ bekannt. Dieser Name ist uns bis heute erhalten geblieben.

Als sie im Jahre 1979 83-jährig starb, hinterließ sie der Welt eine lebendige Methode, die nunmehr durch bereits 2.000 RolferInnen praktiziert wird